Arbeitsgruppe Web Science

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MeWiKo

Verbundprojekt MeWiKo - Medien und wissenschaftliche Kommunikation

Das Projekt beschreibt und quantifiziert die Wirkung externer Wissenschaftskommunikation auf den Impact von wissenschaftlichen Publikationen. Hierbei wird untersucht, welchen Einfluss externe Wissenschaftskommunikation, insbesondere die Verbreitung wissenschaftlicher Inhalte über journalistische Medien (i.e. auflagenstarke überregionale Tagespresse) und Social Media (i.e. Twitter, Blogs), auf die Zitationsrate und Altmetrics von Publikationen ausübt. Dazu sollen sogenannte Embargo-E-Mails und Pressemitteilungen als Datenbasis verwendet werden.

Ein Schwerpunkt wird in diesem Teilprojekt der CAU auf nutzergenerierte Inhalte und Experimente gelegt. Konkret wird folgende Forschungsleistung erbracht werden:
  • Analyse von Vorkommen und Auswertungspotenzial von unterschiedlichen Social Media Plattformen für nutzergenerierte Inhalte.
  • Datenerhebung nutzergenerierter Inhalte zu Publikationen und weitere sonstige Daten.
  • Inhaltsanalyse von nutzergenerierten Inhalten zu Publikationen und weiterführende statistische Auswertungen der Inhaltsanalyse.
  • Vorbereitung und Durchführung der experimentellen Überprüfung der vorherigen Ergebnisse, in enger Abstimmung mit den anderen Partnern.
  • Pretesting bzw. formative und summative Evaluation zu den vorherigen Ergebnissen.
  • Evaluation des Prototypen mit Unterstützung und Durchführung bei der Evaluation der Prototypen der anderen Partner.
  • Auswertung und Synthese der Projektergebnisse und drei jährliche Projekt-Reports.
 

MeWiKo-CAU verfolgt keinen wirtschaftlichen Zweck, sodass keine unmittelbare wirtschaftliche Verwertung erfolgt. Allerdings werden die Ergebnisse wissenschaftlich verwertet werden. Durch MeWiKo erfolgt eine Bewertung der Einflüsse auf die Struktureinheiten des Wissenschaftssystems sowie ihre transparente Darstellung. Es werden zudem noch nicht etablierte Datenquellen (i.e. Altmetrics und externe Wissenschaftskommunikation) für die quantitative Wissenschaftsforschung erschlossen, nutzbar gemacht und in das bibliometrische Methodenspektrum eingeordnet.

Die Ergebnisse bzw. Zwischenergebnisse sollen auf Workshops vorgestellt werden, zum Beispiel auf der Mensch und Computer Konferenz (https://www.mensch-und-computer.de/), bei den OA Tagen (http://open-access.net/community/open_access_tage/) oder anderen passenden Konferenz- und Workshopreihen.
Damit einhergehend sollen die Ergebnisse von MeWiKo-CAU publiziert werden, vornehmlich in Open Access Formaten. Neben den erwähnten Konferenzen bzw. Workshops (welche ein Peer Review beinhalten), sind auch Zeitschriftenpublikationen, zum Beispiel in der Zeitschrift „Information - Wissenschaft und Praxis (IWP)“ (https://www.degruyter.com/view/j/iwp) oder b.i.t.online (https://www.b-i-t-online.de/) angedacht.

Schließlich soll auch ein Transfer in die Lehre stattfinden. Durch die institutionelle Anbindung von MeWiKo-CAU an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel durch den Projektleiter, werden Ergebnisse in Vorlesungen teilbehandelt bzw. in Seminaren vertieft besprochen. Dies soll sicherstellen, dass aktuelle Forschungsergebnisse einen schnellen Zugang zur Öffentlichkeit erreichen.

Projektpartner

  • Prof. Dr. Isabella Peters, ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW)
  • Dr. Meik Bittkowski, Science Media Center (SMC)
  • Dr. Athanasios Mazarakis, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)
  • Dr. Cornelius Puschmann, Hans-Bredow-Institut (HBI)
  • Dr. des. Christian Zinke, Kompetenzzentrum Digitale Dienstleistungssysteme, Institut für Angewandte Informatik e.V. (IAI), Universität Leipzig

 

Projektlaufzeit

01.10.2018 - 30.09.2021

 

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Quamedfo

Die Medizin hat eine hohe Affinität zu quantitativen Verfahren der Leistungsbewertung und der Nutzung dieser Metriken zu Entscheidungs-, Steuerungs- und Bewertungsprozessen. Sichtbar wird dies an vielen Stellen (LOM, DRG, JIFs in Bewertungsverfahren etc.); im Zusammenhang dieses Projekts interessieren primär Verfahren zur Messung von Forschungsleistungen.

QuaMedFo-ZBW widmet sich der systematischen quantitativen und inhaltlichen Untersuchung eines umfassenden Samples medizinischer Fachliteratur und Themen. Mittels u.a. biblio- und altmetrischer Studien, Sentiment Analyse, Inhaltsanalyse und Längsschnittvergleichen werden u.a. der Abdeckungsgrad der medizinischen Fachliteratur auf den verschiedenen Veröffentlichungsplattformen, die Intensität und Emotionalität der Interaktion damit sowie die Wechselwirkung zwischen Zitationen und Altmetrics bzw. Erwähnungen auf weiteren Plattformen untersucht. Dazu werden vier Adressatengruppen berücksichtigt, um den ‚societal impact‘ differenziert wiedergeben zu können:

  1. medizinnahes Publikum, über Publikations- und Diskussionsplattformen wie PubPeer
  2. wissenschaftliches Publikum, über Mendeley
  3. interessiertes Fachpublikum, über überregionale Presse und weitere Fachzeitschriften, z.B. FAZ
  4. allgemeines Publikum, über z.B. Twitter.
 

Das Ziel des Moduls ist es, umfassend das Potential und die Robustheit von Altmetrics für die Relevanz- und Leistungsmessung sowie ergänzende Qualitätsbewertung medizinischer Forschung zu überprüfen und in einem ganzheitlichen Framework neben anderen Formen der Evaluation zu verorten.

Projektpartner

  • Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen
  • Prof. Dr. Stefan Hornbostel: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH (DZHW), Standort Berlin, Abteilung 2, Forschungssystem und Wissenschaftsdynamik
  • Dr. Dietrich Nelle, Deutsche Zentralbibliothek für Medizin ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften

 

Projektlaufzeit

01.01.2019 - 31.12.2022

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OASE

"OPEN ACCESS-EFFEKTE" - STRUKTURELLE UND AUTORSPEZIFISCHE EINFLUSSFAKTOREN AUF DEN IMPACT VON OA-PUBLIKATIONEN (OASE)

OASE-Logo

Das Projekt beschreibt den Transformationsprozess vom traditionellen zum Open Access (OA)-Publizieren bibliometrisch und analysiert bestehende (ggf. künftige) Publikationsstrategien und -konflikte im Zusammenhang mit OA.

Systematisch, längsschnittartig und flächendeckend für die Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und ausgewählten Naturwissenschaften werden strukturelle und autorspezifische Einflussfaktoren auf den Impact von OA-Publikationen untersucht. Traditionelle und altmetrische Indikatoren überprüfen die Gültigkeit populärer Thesen zu OA. Wir fokussieren auf die einschlägigsten Thesen und Einflussfaktoren, die in der Literatur diskutiert werden, und streben an, diese Thesen zu validieren, Effekte zu quantifizieren und Wirkzusammenhänge aufzuzeigen sowie neuartige Fragestellungen zu beantworten. Wir fragen: Worin besteht der ‘genuine’ OA-Effekt (i.e. gesteigerte Zitations-/Altmetrics-Raten durch Zugänglichkeit) und in welchem Ausmaß findet er in unterschiedlichen Konstellationen (Kombination aus strukturellen und autorspezifischen Merkmalen) statt?

Die Studie wird mit ca. 1,38 Mio. Artikeln aus ca. 700 Gold-OA-Zeitschriften durchgeführt. Diese Artikel werden in drei Arbeitspaketen verschiedentlich aggregiert, z.B. auf der Ebene der Autorinnen und Autoren, und biblio- und altmetrisch analysiert. Ergänzend werden quantitative Befragungen und Interviews mit Autorinnen und Autoren durchgeführt, die OA publiziert und/oder OA zitiert/geteilt haben, um die Ergebnisse der biblio- und altmetrischen Studien zu validieren und vertiefte Einsichten in das, wahrscheinlich disziplin-spezifische, OA-Publikations- und OA-Zitationsverhalten zu erhalten. Diese Erkenntnisse fließen in ein Modell der transdisziplinären und disziplinspezifischen Wirkungszusammenhänge ein. Die drei Arbeitspakete teilen sich in strukturelle (AP1) und autorspezifische Eigenschaften von OA-Publikationen (AP2), Befragung von Autorinnen und Autoren (AP3) und fließen in einem Report zu den "Lessons Learned” von OASE zusammen.

Projektpartner

 

Projektlaufzeit

01.03.2018 - 28.02.2021

 

Gefördert durch

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TRANSENS TAP DIPRO

Transdisziplinäre Forschung zur Entsorgung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland. Forschung zur Verbesserung von Qualität und Robustheit der soziotechnischen Gestaltung des Entsorgungspfades (TRANSENS)

Projektpartner

Partners: Öko-Institut e.V. Darmstadt, FU Berlin, Forschungszentrum für Umweltpolitik, risicare GmbH, Zürich, Leibniz Universität Hannover, Institut für Werkstoffkunde, TU Berlin, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruhe , ETH Zürich, Transdisziplinaritäts-Laboratorium des Departments Umweltsystemwissenschaften, TU Braunschweig, Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz, TU Clausthal, Lehrstuhl für Deponietechnik und Geomechanik, Institut für Nukleare Entsorgung, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Lehrstuhl für Philosophie und Ethik der Umwelt, TU Clausthal, Institut für Endlagerforschung, TU Braunschweig, Institut für Grundbau und Bodenmechanik Universität Kassel, Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie, Leibniz Universität Hannover, Institut für Radioökologie und Strahlenschutz (LUH-IRS)

Gefördert von: BMWi

(10/2019 – 09/2024)

Involved in TAP Dipro: Dialoge und Prozessgestaltung in Wechselwirkung von Recht, Gerechtigkeit und Governance